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Hier finden Sie die Beschreibungen der Workshops zur Pro Juventute Akademie Fachtagung 2020
»WILL NUR NOCH SCHNELL DIE WELT RETTEN« – was wir (nicht) tun können um Kinder und Jugendliche in ein gelingendes Leben zu begleiten.


Mag. Karin Schmidsberger, BEd.

Ich habe – Ich bin – Ich kann« – Grotbergsche Resilienzquellen als Basis zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen

Ergänzend und vertiefend zum Vortrag am Vortag wird in diesem Workshop der Frage nachgegangen, wie die psychische Widerstandsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden kann. Es gilt, Entwicklungsbedingungen zu schaffen und Fähigkeiten zu fördern, sodass es Kindern und Jugendlichen gelingen kann, belastende Erfahrungen zu bewältigen.

Die Resilienzquellen nach Grotberg umfassen risikomindernde Schutzfaktoren. Als eine Art Richtschnur auf dem Weg zum resilienten Verhalten bieten sich die sozialen (ich habe) und personalen Ressourcen (ich bin) sowie die soziale und interpersonale Fähigkeit des Kindes (ich kann) an. Für diese drei Bereiche sollen im Rahmen des Workshops Ideen, Maßnahmen und mögliche »Programme« gesucht, gefunden und im Austausch genannt werden.

Mag. Karin Schmidsberger, BEd.

  • Fast drei Jahrzehnte im pädagogischen und nahezu zwanzig Jahre im psychologischen Bereich tätig
  • Schwerpunkt in der Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie beinhaltend Diagnostik, Beratung und Behandlung
  • Umfangreiche Expertise im psychosozialen Bereich
  • Trainerin für Neue Autorität und Traumafachberaterin

www.1a-psychologie.com


Wolfgang Schmidbauer

Vom Erfolg zum Handwerk. Zur Entwicklung professioneller Stabilität 

In den Beziehungsberufen (ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, LehrerInnen, TherapeutInnen) ist Erfolg nicht selten schwer zu beurteilen. Woran können sich die Helfer orientieren? An Evaluationen auf Fragebögen? An der Anerkennung von Seiten der Schützlinge? Am Urteil der Kollegen? An der Einschätzung der professionellen Qualität des eigenen Handelns? Diese Fragen sollen angesichts der unterschiedlichen Berufsfelder diskutiert werden.

Wolfgang Schmidbauer

  • Mitgründer eines psychoanalytischen Instituts mit starker Akzentuierung von gruppen- und familientherapeutischen Elementen
  • Arbeitet in München als Lehranalytiker (DGPT) und Lehrsupervisor (DGSv)
  • 1986 Gastprofessor für Psychoanalyse an der Gesamthochschule Kassel
  • Ehrenmitglied der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP)
  • Autor und Kolumnist

www.wolfgang-schmidbauer.de


Dr. Thomas Hegemann

»ich schaff’s« – Das lösungsforkussierte Motivationsprogramm für Kinder und Jugendliche

»ich schaff’s« ist eine Motivations-Programm, das ursprünglich von Ben Furman in Finnland für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt wurde. In 15 Schritten bietet es ein lösungsfokussiertes Vorgehen zur Erreichung persönlicher Ziele an.

Dieser Workshop stellt das praktische Vorgehen von »ich  schaff’s« zur  Bewältigung psychischer oder sozialer Probleme von Kindern und Jugendlichen vor, um das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu fördern und Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und die Lust an der eigenen Weiterentwicklung zu stärken.

Dr. Thomas Hegemann 

  • Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Systemischer Therapeut und Supervisor (SG)
  • Vorstand des ich schaffs Instituts in München

www.ichschaffs.com


Chris PloierMonika Jell

Wir haben die Welt nicht gerettet, wir haben sie nach Bedarf kreiert 

Chris Ploier

Märchenerzähler und Mundwerker, Pädagoge, Vater dreier Söhne, Großvater und Ehe-
mann, Autor mehrerer Märchenbücher.

Christian Ploier gehört zu den wichtigen Märchenerzählern der Gegenwart. »Mundwerker« nennt er sich und spielt damit auf das Handfeste seines Tuns an. Wie der Handwerker Dinge herstellt, so »wortet« er Bilder in die Köpfe der Menschen.

www.märchenwelt.at

Monika Jell

Pensionierte Sozial-, Gestalt- und Traumapädagogin. Vor bald 30 Jahren konzipierte und entwickelte sie mit ihren KollegInnen die erste Wohngemeinschaft von Pro Juventute, die sie in der Folge über 25 Jahre lang leitete.

Yoga, Meditation, Achtsames Selbstmitgefühl und Körperarbeit waren schon in den Berufsjahren wesentlicher Teil ihres Lebens und werden jetzt vertieft und weiter studiert.

Prof. Dr. med. Luise Reddemann

Mitgefühlsorientierte Begleitung von schwer belasteten Menschen mittels der psychodynamisch imaginativen Traumatherapie 

Der Drang, möglichst schnell und möglichst viel zu tun, kann einen überkommen, wenn man es mit akut und schwer traumatisierten Menschen zu tun hat. Das ist verständlich. Erfahrene Fachleute sehen das jedoch inzwischen anders. Nach einer Arbeitsgruppe unter  Stevan E. Hobfoll werden die folgenden Empfehlungen für akut traumatisierte Menschen auch an Fachleute gegeben:

Es sollten ein Gefühl für Sicherheit,  Beruhigung,  ein Gefühl für Selbstwirksamkeit (ggfs. auch für Wirksamkeit der Gruppe), Verbundenheitserleben und Hoffnung vermittelt werden. Eigentlich Dinge, die zu vermitteln man kein Profi sein muss.

Im Workshop wollen wir gemeinsam Erfahrungen austauschen und uns darüber Gedanken machen, wie die genannten Qualitäten verwirklicht werden und ggfs. ergänzt werden können.

Prof. Dr. med. Luise Reddemann

  • Honorarprof. für Psychotraumatologie an der Universität Klagenfurt
  • 19 Jahre lang leitende Ärztin einer psychosomatischen Klinik mit Schwerpunkt  auf Behandlung von schwer traumatisierten Menschen
  • Entwickelte die »Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie«, einen achtsamkeits- und mitgefühlorientierten Ansatz

www.luise-reddemann.de

Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann

»ich schaff’s« – Das lösungsforkussierte Motivationsprogramm für Kinder und Jugendliche

In diesem Workshop werden die praktischen Implikationen, welche die Debatte um die vermeintlichen
»Systemsprenger« nach sich zieht, vertieft und konkretisiert.

Immer wieder werden in diesen Arbeitsfeldern tätige Pädagoginnen und Pädagogen damit konfrontiert, dass Kinder und Jugendliche von Unterstützungsangeboten offenbar nicht erreichbar erscheinen und aufgrund ihrer schweren Verhaltensstörungen und massiv provozierenden und grenzverletzenden Handlungen durch die einzelnen Systeme »hindurchgereicht« werden, bis sie letztlich in einer Pendelbewegung zwischen Jugendhilfe, Straßenszene, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugend-Justizvollzugsanstalt hängen bleiben und vor den Augen des Hilfesystems zu »hoffnungslosen Fällen« werden.

Der Workshop erfolgt eng angelehnt an die praktischen Erfahrungen der TeilnehmerInnen und setzt die Bereitschaft zur selbstkritischen Reflexion mit eigenen Grenzerfahrungen voraus.

Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann

  • Dozent an der Leinerstift Akademie GmbH
  • Bereichsleiter beim Leinerstift e.V., Evangelische Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Professor für Intensivpädagogik an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
  • Leiter des Forschungsprojektes »Kinder, die Systeme sprengen« an der CvO Universität Oldenburg
  • Weiterbildungen in systemischer Diagnostik, Theaterpädagogik und Psychodrama

www.leinerstift-akademie.de

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