Über das Seminar
In dem Basismodul wird vermittelt, wie herausforderndes Verhalten von Kindern und Jugendlichen besser verstanden und deeskalierend begleitet werden kann.
Viele Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen reagieren in Beziehungs- und Betreuungssituationen mit starken Stressmustern wie Rückzug, Wut oder Erstarrung. Auch pädagogische Fachkräfte geraten dabei schnell unter Druck und reagieren unbewusst aus eigenen Mustern heraus – Eskalationen sind dann kaum vermeidbar.
Das Seminar zeigt, wie mit Hilfe von Wissen aus der Neurobiologie, Bindungstheorie, Traumpädagogik und verbalen Techniken ein sichere Rahmen geschaffen werden kann, um Kinder und Jugendliche aus dem Stressmodus in Verbindung und Sicherheit zu begleiten.
Inhalt
- Deeskalationsstufen nach ProDeMa (professionelles Deeskalationsmanagement)
- Rahmen, Regeln und Prävention im Alltag
- Reaktionen von Kindern und Jugendlichen in Stress- und Krisensituationen
- Bindung, Trauma und das "Gefahrensystem" verstehen
- eigene Reaktionen erkennen und steuern
- praktische Ansätze für den pädagogischen Alltag
- strukturelle Deeskalationsstrategien
- selbstreflexive Deeskalationsstrategien
Aufbau/Methodik
theoretische Inputs, (Selbst-)Reflexion und Austausch, Erprobung von Methoden in Übungen, Situationstrainings, Austausch mit Kolleg:innen.
Ziele
- Risiken minimieren
- deeskalierend und verbindend handeln
- eigene Muster besser verstehen und regulieren
- Sicherheit und Beziehung im Alltag stärken
- konkrete Methoden im Umgang mit belasteten Kindern nutzen

