Wenn Worte fehlen: Kinder bei Trauer und Verlust
Sicherheit geben bei Abschied, Verlust und Tod – Haltung, Grundlagen und praktische Zugänge für Fachkräfte
04.10.2027
Ärzt:innen, Berater:innen, Gesundheitsberufe, Intern, KJH-Fachkräfte, Lebens- und Sozialberater:innen, Pädagog:innen, Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen
Mag. Gerd Mantl, MSc
Salzburg
Anmeldung & Informationen
Veranstaltungs-ID
WS 15/27
Dauer
2 Tage
Termine
Mo 04.10.2027, 10:00 – 17:00 Uhr
Di, 05.10.2027, 9:00 – 16:00 Uhr
Ort
Bildungsraum Naumanngasse, Naumanngasse 32, 5020 Salzburg
Kosten
€ 395,– pro Person inkl. 10 % MwSt.
Anmeldeschluss
20.09.2027
Mag. Gerd Mantl, MSc
Mag. Gerd Mantl, MSc
  • Klinischer Psychologe
  • Spezialisierung in Notfallpsychologie , Traumatherapie sowie Säuglings-, Kinder- & Jugendlichenpsychotherapie
  • Psychotherapeut (Humanistische Therapie/Integrative Therapie)
  • Gesundheitspsychologe 
  • arbeitete im ambulanten sowie stationären Bereich von Suchterkrankten
  • war in Krisenintervention bei Jugendlichen und der Akutbetreuung von Menschen in plötzlichen Notlagen tätig
  • ist in freier Praxis als Psychologe und Psychotherapeut tätig
     

Über das Seminar

Verlusterfahrungen gehören zu den einschneidendsten Ereignissen im Leben von Kindern und Jugendlichen – und sie reichen weit über den Tod eines nahestehenden Menschen hinaus. Auch Fremdunterbringung, Beziehungsabbrüche, der Verlust des vertrauten sozialen Umfelds oder ein Umzug können tiefgreifende Trauerprozesse auslösen, die im pädagogischen und therapeutischen Alltag häufig unterschätzt werden.

Fachkräfte stehen dabei vor einer doppelten Herausforderung: Sie sollen Kindern und Jugendlichen Halt geben, ohne selbst über sichere Routinen im Umgang mit Tod, Abschied und Verlust zu verfügen. Das Seminar setzt hier an: Es vermittelt entwicklungspsychologische Grundlagen kindlicher und jugendlicher Trauer, beleuchtet Besonderheiten belastender Verlustsituationen – einschließlich der spezifischen Dynamiken nach dem Suizid eines Angehörigen – und stärkt die professionelle Haltung in der Begleitung.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Handlungssicherheit: Anhand von Fallbeispielen, Übungen und kollegialem Austausch erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Zugänge für die Kommunikation in belastenden Situationen. Ergänzend werden Selbstfürsorge, Abgrenzung und die Bedeutung tragfähiger Teamstrukturen thematisiert, denn die Begleitung Trauernder gelingt nur, wenn auch die begleitenden Fachkräfte gut für sich sorgen. Es wird zu spezifischen Schwerpunkten kommen, die für den Arbeitsalltag der Teilnehmenden unmittelbar tragfähig sind, und es soll Raum für vertiefte Auseinandersetzung an den wesentlichen Stellen geben.

Inhalt

  • Grundlagen von Trauer und Verlust
  • Trauer als Prozess
  • Entwicklungspsychologische Aspekte: Todesvorstellungen und Trauer im Altersverlauf
  • Tod eines nahestehenden Menschen; Besonderheiten nach dem Suizid eines Angehörigen
  • besondere Verlustsituationen: Fremdunterbringung, Beziehungsabbrüche, Umzug und Abschied (soziales Umfeld, Schule, Zugehörigkeit)
  • Reaktionen von Kindern und Jugendlichen
  • Was hilft? Grundhaltungen in der Begleitung
  • Kommunikation in belastenden Situationen
  • Abschiedsrituale
  • Fallarbeit und Übungen
  • Selbstfürsorge und Abgrenzung
  • Teamdynamiken und Unterstützung im Team
  • Literatur- und Materialempfehlungen

Aufbau/Methodik

Das Seminar verbindet theoretische Inputs mit praxisorientierter Fallarbeit und kollegialem Erfahrungsaustausch. Methodisch wechseln sich Impulsvorträge, moderierte Diskussionen, Kleingruppenübungen und die Bearbeitung realer Fallbeispiele ab. Der Erfahrungstransfer in den eigenen Arbeitsalltag steht durchgängig im Vordergrund.

Ziele

Die Teilnehmenden …

  • verstehen Trauer als individuellen, nicht-linearen Prozess und kennen entwicklungspsychologische Besonderheiten kindlicher und jugendlicher Trauerreaktionen
  • können unterschiedliche Verlustsituationen – Tod, Suizid eines Angehörigen, Fremdunterbringung, Beziehungsabbrüche, Umzug – in ihrer jeweiligen Dynamik einordnen
  • erkennen typische und atypische Reaktionen von Kindern und Jugendlichen und können sie altersangemessen deuten
  • entwickeln eine sichere Grundhaltung in der Begleitung und erweitern ihre kommunikativen Kompetenzen für belastende Situationen
  • erproben anhand von Fallarbeit konkrete Handlungsoptionen für den eigenen Arbeitskontext
  • reflektieren Strategien der Selbstfürsorge und Abgrenzung sowie die Rolle des Teams als Ressource
Anmeldung & Informationen
Veranstaltungs-ID
WS 15/27
Dauer
2 Tage
Termine
Mo 04.10.2027, 10:00 – 17:00 Uhr
Di, 05.10.2027, 9:00 – 16:00 Uhr
Ort
Bildungsraum Naumanngasse, Naumanngasse 32, 5020 Salzburg
Kosten
€ 395,– pro Person inkl. 10 % MwSt.
Anmeldeschluss
20.09.2027

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