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27.-28.04.2020 | Pro Juventute-Fachtagung 2020 »WILL NUR NOCH SCHNELL DIE WELT RETTEN« – was wir ...

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Abgesagt!

9. Pro Juventute Fachtagung mit namhaften Referentinnen und Referenten in St. Virgil Salzburg zum Thema »WILL NUR NOCH SCHNELL DIE WELT RETTEN« – was wir (nicht) tun können um Kinder und Jugendliche in ein gelingendes Leben zu begleiten.«

©istockphoto.com

»»WILL NUR NOCH SCHNELL DIE WELT RETTEN« – was wir (nicht) tun können um Kinder und Jugendliche in ein gelingendes Leben zu begleiten.«

Wir müssen unsere Fachtagung derzeit absagen!

Angesichts der derzeitigen Situation ist das eine Groteske in sich. Ist es zu spät? Sind wir gerade dabei? Ist das »schnell« vielleicht schneller da als gedacht?

Man kann dazu die Krisensituation aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Die Angst, es sei zu spät, um das eigene Leben oder gar die Welt zu retten, ist eine Uremotion, um unser Überleben zu sichern! Sie ist eine starke Kraft.

Angst führt aber auch zu Stress und zum Anstieg des Cortisolspiegels und schwächt gleichzeitig unser Immunsystem. Keine gute Strategie also, um sich vor dem Virus zu schützen.

Das immer schneller, immer mehr, immer machbarer, hat ein abruptes STOP bekommen. Niemand hätte gedacht, dass uns etwas so schnell zur Entschleunigung bringen kann. Dennoch sind es gerade die »schnellen Medien«, die eine Vernetzung und damit eine weitere Organisation, ohne persönliche gefährdende Kontakte ermöglichen. Wir erhalten selbst in Quarantäne schnellste Informationen.

Es stellt sich die Frage: waren wir zu langsam in unseren Bestrebungen die Welt zu retten, weil wir nicht daran glaubten, dass Veränderungen unseres Konsums, unseres Freizeitverhalten, unserer Mobilität möglich sind und wir nicht bereit waren uns zugunsten der nächsten Generation in irgendeiner Weise einzuschränken?

Oder: Sind wir gerade dabei, die Welt zu retten? Wenn man die Bilder über den radikalen Rückgang der Feinstaubbelastung sieht, wenn man Berichte liest, dass die Gewässer wieder klar werden, wenn man erlebt, wie wenig Verkehr notwendig ist, um dennoch zu arbeiten und in Kontakt zu bleiben, wenn man lieber wieder zum Dorfladen geht, weil es dort alles was, man wirklich braucht, gibt anstatt in riesigen Einkaufszentren unnötige Dinge in den Einkaufswagen stapelt - dann sind wir wohl zumindest dabei zu sehen, wie vieles wir zur »Rettung der Welt« tun können.

Selten habe ich so viele ermutigende WhatsApp-Nachrichten erhalten, wie in den letzten Tagen - zugegeben auch viele Klopapier Scherze! Ich bin tief beeindruckt, wieviele Initiativen entstehen von Menschen die anderen Menschen Unterstützung anbieten. Ein Land beginnt »miteinander« zu leben. Trotzdem muss man aufpassen vor »sozialromantischer Schönfärberei«, denn die existentielle Bedrohung betrifft vor allem auch Menschen, die jetzt schon zu den Einkommensschwachen gehören.

Dennoch: Hätten wir vor 2 Wochen noch gedacht, dass der österreichische Finanzminister im Fernsehen sagt: »Entscheidend wird nicht sein was am Ende des Tages im Budget steht, sondern wie viele Menschenleben wir gerettet haben!«?

Dieses Miteinander gibt Mut und vielleicht gibt es bei einer möglichen Verschiebung unserer Fachtagung auf Spätherbst bereits einen neuen Titel: »Wie wir begonnen haben die Welt zu retten, als wir erkannt haben, was zu tun ist!«


Viel Gesundheit und alles Gute!!

Ihre DSA Sonja Schachtner
Leitung Pro Juventute Akademie

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In der Welt die wir heute erleben, scheint Vieles machbar. Sowohl biotechnologisch als auch informationstechnologisch haben wir im letzten Jahrhundert nahezu einen Quantensprung gemacht?

Die Leistung von Autos, Computer und anderen Maschinen wird stetig verbessert um den Menschen das Leben zu erleichtern. Auch die Medizin entwickelt mehr Methoden, um die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu steigern. Und Wir? – Der Mensch? Erhöht sich auch unsere Leistungsfähigkeit um für uns und andere ein gelungenes Leben zu gewährleisten?

Schaut man heute in einen Buchladen, - oder auch ins Internet – so sind die Regale voll mit Titeln wie: »Heile dich Selbst!« »Glücklich sein, in jedem Moment«, »Sich selbst lieben lernen«, »Schlank durch die Kraft deiner Gedanken«, »Alles ist möglich – glaube daran!«. Manch einer verlässt den Buchladen frustriert und fragt sich: Warum bin ich dann krank? Warum bin ich manchmal traurig?... und fühlt sich als Versager.

Gerade in helfenden Berufen, wo es der Wunsch ist andere glücklich, reich, gesund etc. zu machen, stößt die »Machbarkeit« an ihre Grenzen. Nicht zuletzt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, für die man sich nichts mehr wünscht als sie in ein gelingendes Leben zu begleiten.

Was aber ist machbar? Was lässt sich trainieren, anerziehen oder therapieren? Und was wenn Nichts mehr machbar erscheint? Was tun Kinder und Jugendliche dann? Und was die HelferInnen?

Erstmalig werden auch Jugendliche zu Wort kommen um über ihre Erfahrungen, Projekte und Ideen zu sprechen, was sie tun, um aktiv die »Welt« zu retten.

Ein spannender Austausch über mehrere Generationen.



Auf dem TAGUNGSPROGRAMM der Fachtagung 2020 stehen:

  • Vorträge an beiden Vormittagen
  • Kinder kommen zu Wort: am ersten Nachmittag
  • Workshops am zweiten Nachmittag

Am ersten ABEND der Fachtagung findet ein ABENDVORTRAG statt.

19.00 V2 » Ali Mahlodji: ZUKUNFT IST JETZT –  POTENTIALENTFALTUNG IM DIGITALEN ZEITALTER

Hier weitere Infos zum Vortrag lesen und anmelden

Montag, 27. April 2020

VORTRÄGE

09.00 Begrüßung
09.20 Tristan Horx: »Living for Future« oder »Über die Zuversicht als Lebenskraft«
10.10 Pause
10.30 Fritz Schubert: Lernziel Wohlbefinden 
11.15 Karin Schmidsberger: Ist Resilienz trainierbar?
12.30 Mittagspause

Mehr zu den einzelnen Vorträgen und Näheres zu den Referentinnen & Referenten ...


KINDER KOMMEN ZU WORT (ab 14.00)

Am Nachmittag werden Jugendliche verschiedene Beiträge und Projekte zur »Weltrettung« präsentieren. Themen wie Frieden, Umwelt und Kinderrechte sind in Planung.

KINDERRECHTE: Emma und Crispin El Hakim und Nikolai Dreifuss 
FRIDAYS FOR FUTURE: Anika Dafert und Gloria Berghäuser
YOUNG CARER: Lana Rebhan
WORLD PEACE GAME:
In den Osterferien findet in Salzburg das World Peace Game statt.
Kinder und die Spielleitung werden über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Spiel berichten.

Mehr zu den einzelnen Vorträgen und Näheres zu den Referentinnen & Referenten ...

ABENDVORTRAG

19.00 V2 » Ali Mahlodji ZUKUNFT IST JETZT –  POTENTIALENTFALTUNG IM DIGITALEN ZEITALTER

Dienstag, 28. April 2020

VORTRÄGE

09.00 Ute Karin Höllrigl: Können wir verändern? Wie, was und wen?
Dr. Ute Karin Höllriegel im Gespräch mit Dr. Christina Rothdeutsch-Granzer

09.45 Luise Reddemann: Traumaheilung – Hoffnung oder Illusion?
10.45 Pause
11.15 Menno Baumann: Von der Kompetenz, ein »Systemsprenger« zu sein – Grundlagen der Arbeit mit Hochrisiko-Klientel
12.00 Wolfgang Schmidbauer: Die hilflosen Helfer – Burnout und Strategien dagegen
12.45 Mittagspause

Mehr zu den einzelnen Vorträgen und Näheres zu den Referentinnen & Referenten ...

WORKSHOPS für alle TeilnehmerInnen (14.30 - 17.00 Uhr inkl. Pause)
WS A1 » Mag. Karin Schmidsberger, BEd.: Ich habe – Ich bin – Ich kann« – Grotbergsche Resilienzquellen als Basis zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen
WS A2 » Wolfgang Schmidbauer: Vom Erfolg zum Handwerk. Zur Entwicklung professioneller Stabilität 
WS A3 » Dr. Thomas Hegemann:  »ich schaff’s« – Das lösungsforkussierte Motivationsprogramm für Kinder und Jugendliche 
WS A4 » Chris Ploier und Monika Jell: Wir haben die Welt nicht gerettet, wir haben sie nach Bedarf kreiert 
WS A5 » Prof. Dr. med. Luise Reddemann: Mitgefühlsorientierte Begleitung von schwer belasteten Menschen mittels der psychodynamisch imaginativen Traumatherapie 
WS A6 » Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann: Praktische Aspekte der Arbeit mit riskant agierenden Kindern und Jugendlichen

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Mehr zu den einzelnen Vorträgen und den ReferentInnen im PDF zum Download



Anmeldung & Informationen zur Pro Juventute-Fachtagung

Dauer: 2 Tage
Mo 27.04. & Di 28.04.2020

Ort:
 St. Virgil Salzburg, Ernst-Grein-Str. 14, 5026 Salzburg
Tagungskosten inkl. Abendvortrag V2: € 325,– pro Person inkl. 10 % MwSt. und inkl. täglich zwei Kaffeepausen und ein Mittagsbuffett

Der Abendvortrag von Ali Mahlodji (V2) ist auch einzeln buchbar € 28,–

Anmeldeschluss: 13.04.2020

» Die Fachtagung wird als Fortbildung von ÖBVP im Ausmaß von 12 Arbeitsstunden (12 AE) anerkannt.
» Die Fachtagung wird vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen/BÖP als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung gemäß Psychologengesetz mit 8 Einheiten (1 Einheit = 45 Minuten) anerkannt.

Zu den Teilnahmebedingungen der Pro Juventute Akademie
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